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5. Liga: FC Telegraph 1-2 FC Schwarz-Weiss

05.10.2014

Am frühen Sonntagmorgen erwarteten die Fans mit Spannung die erste Auflage des Bachgrabenderbys unter dem neuen Trainerduo zwischen dem FC Telegraph und dem FC Schwarz-Weiss. Es war klar, dass es bei diesem Duell um mehr als nur drei Punkte ging. Deshalb sicherte sich das Trainerduo im Vorfeld der Partie die Dienste von Patrik „dem Kraken“ Heitz, der für die beiden verletzten Torhüter Patrik Teuscher und Christian Hegel die Position zwischen den Pfosten übernahm. Zudem konnte das Trainerduo des FCT mit Mirko Forte auf eine weitere hochkarätige Neuverpflichtung in der Offensive zurückgreifen. Glaubt man den Gerüchten, die sich die Fans an diesem verheissungsvollen Morgen in den Katakomben der Kum-Arena erzählten, so ist dieser am Abend vor dem Spiel direkt aus dem Olymp herabgestiegen, halb Mensch halb Tormaschine.

Um Punkt 11 Uhr pfiff der Unparteiische das Spiel an. Der FC Telegraph startete hochmotiviert und war in der Lage, das Spieldiktat zu übernehmen. Die Abwehr des FC Schwarz-Weiss präsentierte sich aber gut sortiert, so dass sich in dieser Anfangsphase keine Strafraumszenen ereigneten. Gegen Mitte der ersten Halbzeit kamen die Schachbrettler etwas besser in die Partie, aber ebenfalls ohne sich Torchancen herauszuspielen. Die erste Torraumszene ergab sich nach einem Abstoss des Torhüters des FC Schwarz-Weiss. Der Ball wurde länger und länger und gelangte über Umwege direkt in die Füsse des richtig spekulierenden Stürmers. Dieser flankte das Leder butterweich auf den Kopf seines Sturmpartners, welcher per Aufsetzer zum 1:0 für das Heimteam einnetzen konnte. Die Partie blieb weiterhin äusserst attraktiv und temporeich, denn die Gäste gaben sich nicht geschlagen. Nach einer herrlichen Passkombination stand Alfredo Garcia kurz vor dem Halbzeitpfiff im gegnerischen Strafraum völlig blank. Im letzten Augenblick konnte ihn der gegnerische Abwehrchef Juha Fankhauser allerdings noch am Torschuss hindern. Auch das Nachsetzen vom aufopferungsvoll kämpfenden Pirapass Mahendran wurde nicht mit dem Ausgleich belohnt. Mit diesem Paukenschlag ging es in die Halbzeitpause.

In der zweiten Halbzeit powerte der FCT weiter und das Heimteam beschränkte sich aufs Kontern. Als der Trainer der Heimmannschaft die taktische Anweisung „Läufer auf C3“ auf das Spielfeld rief, hatte Manuel „El Peñon“ Wasmuth den Braten sofort gerochen. Er antizipierte den Laufweg des Läufers vom FC Schwarz-Weiss genau richtig, versetzte sich in einen Trance-Zustand und verbarrikadierte sich als uneinnehmbare Festung auf dem Spielfeld. Der nichtsahnende Läufer der Heimmannschaft knallte mit voller Wucht auf das Wasmuthbollwerk. Dabei waren Geräusche auszumachen, wie diese entstehen, wenn Mücken auf der Windschutzscheibe eines Autos zerplatzen. Glücklicherweise konnte der Spieler vom FC Schwarz-Weiss weitermachen. Auch gegen Mitte der zweiten Halbzeit war es eine intensive Partie, jedoch mit wenigen Strafraumszenen.
Nach einem der gefährlichen Konter des Heimteams, konnten diese zum Eckball antreten. Der Ball wurde vom Tor weggetreten und fand erneut den Kopf eines Schwarz-Weiss Akteurs. Mehr von der Flanke abgeschossen als wirklich zum Kopfball ansetzend, brachte dieser den Ball per Kopfballlupfer auf den ersten Pfosten des FCT-Tors. Dort postierte sich Pep Fürer, aber selbst seine Stahlwaden konnten nicht verhindern, dass sich der Ball knapp unter der Querlatte perfekt senkte und das Heimteam 2:0 in Führung brachte. Der FCT warf nochmals alles nach vorne. Pep Fürer lancierte Olivier „die Gazelle“ Sangalli mustergültig auf dem Flügel. Mit seinem starken linken Fuss prügelte dieser die Kugel flach und mit viel Zug vor das gegnerische Tor, wo Michael Berger dem Geschoss entgegen grätschte, die Fans setzten schon zum Jubel an, doch leider kam Michael Berger den berühmten Schritt zu spät.
Gegen Ende des Spiels fuhr ein gleissender Blitz durchs Stadion. Die Fans des FCT wussten sofort, was dies bedeutet. Korab „das Phantom“ Xiha manifestierte sich im Strafraum des FC Schwarz-Weiss genau richtig und setzte die Abwehr schachmatt. Cool schob er den Abpraller unhaltbar zum 2:1 Anschlusstreffer ein. Für mehr reichte die Zeit allerdings nicht mehr. Mit dem Schlusspfiff endete eine hochklassige 5. Ligapartie. Der FCT hatte sich leider einmal mehr nicht für die gute eigene Leistung belohnt. Die Meisterschaft ist jedoch noch jung und die vielen guten Ansätze lassen auf Grosses hoffen..