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5. Liga: FC Telegraph 1-2 SC Basel Nord

26.09.2014

Am vergangenen Sonntag stand das letzte Heimspiel vor der Länderspielpause für den FC Telegraph an. Das milde Spätsommerklima lockte zahlreiche Fussballfans in die Kum-Arena und auch die Helene-Kurve war standesgemäss gut gefüllt. Beim Spiel gegen den SC Basel Nord handelte es sich um eine richtungsweisende Partie, denn mit einem Sieg wäre es dem Heimteam möglich, den Anschluss an die oberen Tabellenplätze nicht zu verlieren. Ausser den beiden langzeitverletzten Luigi Masso und Joel Suter konnte das Trainerduo auf alle Stammkräfte zählen, so wies die Startaufstellung keine Überraschungen auf.

Der FC Telegraph zeigte sich von der ersten Minute an selbstbewusst auf dem heimischen Kunstrasen und überzeugte durch einen gepflegten Spielaufbau und viel Ballbesitz. Zwingende Chancen konnten in dieser Startphase jedoch noch keine verzeichnet werden, da sich die Gäste unter dem Druck des Heimteams weit in die eigene Hälfte zurückzogen. Bis an den Strafraum der Auswärtsmannschaft kombinierten sich die Ballartisten vom Bachgraben gekonnt durch, fanden jedoch nicht die Mittel, um das auf 20 Meter aufgezogene Abwehrbollwerk der Gäste zu knacken. Gefahr herrschte jedoch immer bei Standards. Das erste Ausrufezeichen konnte Abwehrpatron Magic Mans setzen. Sein Kopfball nach einem Eckball konnte von einem Abwehrspieler des Heimteams gerade noch auf der Linie geklärt werden. Nur einige Minuten später klärte ein Abwehrspieler der Gäste erneut für seinen geschlagenen Torwart einen wuchtigen Kopfball von Pirapass Mahendran auf der Linie. Der Abwehrversuch landete direkt vor den Füssen von Mehmet Kum, welcher allerdings zu sehr überrascht wurde und die Kugel knapp neben dem Tor verbeischob. Dies rächte sich in der 19. Spielminute, als die Gäste ihre ersten eigenen Angriffsbemühungen starteten. Ein Stürmer des SC Basel Nord konnte von einem der seltenen Missverständnisse der Heimabwehr profitieren und versenkte das Leder mit einem strammen Vollspannschuss in der langen Ecke. Völlig entgegen dem Spielverlauf lag das Heimteam 0:1 zurück. Bemüht, diesen Missstand zu beheben, schnappte sich Michael Seebrerger das Spielgerät und brauste auf die gegnerische Abwehr zu, welche ihn nur noch mit einem Foulspiel am Torschuss hindern konnte. Der Unparteiische zeigte sofort auf den Punkt. Elfmeter sind in dieser Saison beim FC Telegraph eine Angelegenheit für Mehmet Cool*, der bereits einen verwandelt hatte. Auch dieses Mal zeigte er keine Nerven und verlud den Torwart klassisch. Nur 3 Minuten nach dem Führungstor meldete sich das Heimteam eindrücklich wieder zurück. Mit dem 1:1 ging es in die Pause.

Auch nach dem Wiederanpfiff kannte das Spiel nur eine Richtung. Das Spiel der Gastgeber war ganz schön anzuschauen, aber die letzte Entschlossenheit zum Torerfolg fehlte. Hinzu kam auch, dass der Unparteiische einige umstrittene Offsideentscheide zu Ungunsten des FCT fällte und nach einem klaren Foulspiel an Alfredo Garcia den eigentlich fälligen zweiten Elfmeter nicht pfiff. Die Heimmannschaft war nicht in der Lage, den Ballbesitz in Tore umzumünzen und so kam es, wie es kommen musste. Nach einem der seltenen Entlastungsangriffe der Gäste konnten diese zum Eckball antreten. Die kurze Abwehr des FCT landete an der Strafraumgrenze bei einem Akteur des SC Basel Nord, der das Leder in der 85. Minute per Volleyschuss unhaltbar versenkte. Im Stadion herrschte Totenstille. Die Heimmannschaft gab sich aber nicht auf und warf nochmals alles nach vorne. Pep Fürer trat in der 92. Minute nochmals zum Eckball an. Wieder brannte es im Gästestrafraum lichterloh. Die Kugel filpperte durch den Fünfmeterraum direkt vor die Füsse von Magic Mans. Dieser brachte das Leder allerdings nicht am glänzend reagierenden Schlussmann der Gäste vorbei. Damit war die erste Niederlage für den FCT besiegelt. Betrachtet man den Spielverlauf, wäre sie sicher vermeidbar gewesen und erscheint deshalb doppelt bitter…






*Name von der Redaktion geändert.